Für Berater und B2B-Dienstleister

Alte Kontakte reaktivieren: warum es an dir liegt, dass nichts passiert.

Anfragen ohne Abschluss, Angebote ohne Antwort, Kunden von vor zwei Jahren. Das Interesse war da, der Zeitpunkt nicht. Was fehlt, ist selten ein besseres Argument. Es fehlt ein Anlass und jemand, dem der Anruf leichtfällt.

Was du auf dieser Seite erfährst

Warum die Kontakte liegen geblieben sind
Warum ein Externer leichter durchkommt als du
Wie ein Einstieg nach zwei Jahren Funkstille aussieht
Was realistisch in deinem Bestand steckt

Du willst das lieber besprechen als lesen? Dann geh direkt ins 1:1 Gespräch, 30 Minuten, kostenfrei.

Erstens

Es lag selten am Interesse.

Im B2B klingt eine Absage fast nie nach Absage. Sie klingt nach "aktuell kein Interesse" oder nach "melden Sie sich in ein paar Monaten nochmal". Beides ist kein Nein, sondern eine Terminfrage. Nur fasst kaum jemand drei, vier Mal nach, und irgendwann reißt der Faden.

01

„Aktuell kein Interesse“

Das heißt fast immer: nicht jetzt. Das Budget ist verplant, ein Projekt bindet gerade alle Kräfte, oder es gibt eine Baustelle, die wichtiger ist. Die Aussage hat ein Verfallsdatum, nur steht es nicht dabei.

02

„Melden Sie sich in sechs Monaten“

Eine Einladung, die selten angenommen wird. Es fehlt die Wiedervorlage, und nach ein paar Wochen weiß niemand mehr, wer sich wann melden wollte. Der freundlichste Satz im Vertrieb ist gleichzeitig der teuerste.

03

Nach drei, vier Anläufen reißt der Faden

Man ruft an, schreibt, ruft nochmal an. Dann fühlt es sich nach Nachbohren an, und man hört auf. Oft genau in dem Moment, in dem sich die Lage beim Kontakt gerade ändert.

Zweitens

Warum ein Externer leichter durchkommt als du.

Das klingt zuerst falsch, schließlich kennst du den Kontakt. Genau das ist das Problem. Zwischen euch liegt eine gemeinsame Geschichte, und die macht das Gespräch schwerer, nicht leichter.

Du hast eine Vorgeschichte, er nicht Bei deinem Anruf schwingt mit, dass sich monatelang niemand gemeldet hat. Ein Dritter ruft ohne diese Last an und muss nichts erklären.
Der Kontakt muss sich nicht rechtfertigen Dir gegenüber müsste er erklären, warum er sich nie zurückgemeldet hat. Einem Dritten sagt er einfach, wie es war. Deshalb bekommst du über ihn ehrlichere Antworten.
Ein Dritter darf Fragen stellen, die du nicht stellen kannst Warum ist es damals nicht dazu gekommen? Was hat am Angebot gefehlt? Aus deinem Mund klingt das nach Rechtfertigung, aus seinem nach Interesse.
Vorwände treffen ihn nicht persönlich Kein Bedarf ist für dich eine Absage an dich. Für ihn ist es eine Information, auf die er ruhig nachfragen kann. Genau in dieser Nachfrage entstehen die meisten Termine.
Er darf über dich sprechen, wie du es nicht kannst Was du über dich selbst sagst, klingt nach Werbung. Wenn jemand anderes sagt, warum seine Kunden mit dir arbeiten, ist es ein Argument.
Er hört auf, wenn es keinen Sinn hat Und er tut es ohne schlechtes Gewissen. Kontakte, bei denen wirklich nichts geht, werden sauber dokumentiert statt endlos verschoben.

Was steckt in deinen Kontakten wirklich?

Wir schauen gemeinsam auf deine Liste: wie viele davon erreichbar sind, welche zuerst drankommen und mit welchem Anlass wir anrufen würden. Du bekommst eine Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass sich der Aufwand nicht lohnt.

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Drittens

Wie ein Einstieg nach zwei Jahren Funkstille aussieht.

Der häufigste Fehler ist der Satz "Ich wollte mich nur nochmal melden". Er benennt keinen Grund, also entsteht auch keiner. Ein guter Einstieg macht drei Dinge: Er erinnert an die Vorgeschichte, nennt einen konkreten Anlass für genau heute, und stellt eine Frage, die man beantworten kann, ohne sich zu binden.

Anlässe, die funktionieren

Etwas Neues im Angebot, ein Ergebnis aus seiner Branche, ein Wechsel bei ihm oder bei euch, ein Stichtag wie Jahres- oder Budgetwechsel, ein altes Angebot, das nie entschieden wurde.

Anlässe, die nicht funktionieren

Ich wollte nur nachfassen. Wir haben gerade Kapazität. Ich melde mich, weil es lange her ist. Das sind Gründe von dir, keine Gründe für ihn.

Die Frage am Ende

Sie fragt nach der Situation, nicht nach dem Auftrag. Wer sagen darf, wie es bei ihm gerade aussieht, sagt auch, ob ein Gespräch Sinn hat.

Der Anlass wird nicht improvisiert, sondern vorher festgelegt

Im Workshop klären wir, mit welchem Aufhänger angerufen wird, wie der erste Satz lautet und wie mit den drei, vier typischen Reaktionen umgegangen wird. Du gibst das frei, und nur so wird telefoniert. Was sich am Markt bewährt, schärfen wir nach den ersten Gesprächen gemeinsam nach.

Viertens

Ohne Screening kein Anruf.

Alte Listen sind selten sauber, und daran scheitert Reaktivierung, bevor sie beginnt. Zwei Stunden am Telefon in der falschen Liste fühlen sich an wie ein Beweis, dass Akquise nicht funktioniert.

Was in fast jeder alten Liste stecktWas wir damit machen
Fehlende RufnummernDurchwahl recherchieren, damit niemand in der Zentrale landet
Veraltete AnsprechpartnerPrüfen, wer heute zuständig ist, und mit dem Richtigen sprechen
Dubletten aus mehreren QuellenZusammenführen, damit niemand zweimal angerufen wird
Firmen, die es nicht mehr gibtAussortieren, bevor Zeit verbrannt wird
Kontakte ohne VorgeschichteGetrennt behandeln, weil dort ein anderer Einstieg nötig ist
Verstreute QuellenExcel, CRM, Postfach und Veranstaltungslisten werden zu einer Liste
Fünftens

Was realistisch in deinem Bestand steckt.

Zwei Zahlen genügen. Wir rechnen bewusst am unteren Rand unserer Erfahrung.

175erreichbare Kontakte in zwei Durchläufen
19qualifizierte Termine
28.875 €Umsatz aus deinem Bestand

Bewusst vorsichtig gerechnet: 35 Prozent Erreichbarkeit in zwei Durchläufen, 10 bis 12 Termine je 100 erreichten Kontakten und eine Abschlussquote von 25 Prozent auf deiner Seite. Diese Werte schwanken mit der Qualität deiner Liste: Je frischer die Vorgeschichte und je klarer die Zielgruppe, desto höher liegen sie. Überschlagsrechnung, kein Versprechen.

Und wenn wir es machen

So läuft es bei uns.

1

Liste übergeben

Excel, CSV, CRM-Export, alte Angebote. Du musst nichts aufbereiten, wir führen zusammen, was bei dir verstreut liegt.

2

Workshop

Bis zu vier Stunden. Wen rufen wir zuerst an, mit welchem Anlass, und was macht einen Termin für dich wertvoll.

3

Screening

Nummern ergänzen, Ansprechpartner prüfen, Dubletten und geschlossene Firmen entfernen. Ohne dich.

4

Wir telefonieren

Mehrfach und zu unterschiedlichen Zeiten. Die Termine landen mit Vorbereitungsnotiz in deinem Kalender.

Wir gehen in Vorleistung

Screening, Workshop und Systemaufbau werden nicht gesondert berechnet. Abgerechnet wird je Termin, wöchentlich.

Was ausfällt, wird gutgeschrieben

No-Show wird kostenfrei reterminiert. Passt ein Termin nicht zu den Kriterien, melde ihn binnen drei Werktagen, wir schreiben ihn gut oder ersetzen ihn.

Wer heute nicht will, bleibt drin

Ein Nein zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Nein für immer. Es wird mit Notiz und Wiedervorlage dokumentiert, damit der zweite Anlauf leichter wird.

Sollen wir uns deine Liste einmal ansehen?

Bring zwei Zahlen mit: wie viele Kontakte du hast und was ein Kunde bei dir wert ist. In dreißig Minuten weißt du, wie viele Termine realistisch drinstecken und mit welchem Anlass wir anrufen würden.

Reaktivierung durchrechnen 30 Minuten 1:1, kostenfrei. Wenn es sich nicht lohnt, sagen wir es dir.
Die Frage, die immer kommt

Darf man alte Kontakte einfach anrufen?

Im geschäftlichen Verkehr ist ein Anruf zulässig, wenn eine mutmaßliche Einwilligung nach § 7 UWG vorliegt. Bei einer bestehenden oder früheren Geschäftsbeziehung, einer eigenen Anfrage oder einem gemeinsamen Termin ist dieser sachliche Zusammenhang in aller Regel gegeben. Anders sieht es bei Kontakten aus, die nie mit dir zu tun hatten. Deshalb schauen wir uns die Herkunft deiner Daten vorher gemeinsam an. Du sicherst zu, dass sie rechtmäßig erhoben wurden, und wir stellen dir eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO einschließlich der technischen und organisatorischen Maßnahmen bereit. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben wir auf Wunsch.

Das ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel prüft das dein Anwalt, und wir richten uns danach.

Offen gesagt

Wann sich Reaktivierung rechnet.

Die Grenze liegt nicht fest. Sie verschiebt sich mit der Qualität deiner Liste.

Es lohnt sich nicht, wenn

  • ein neuer Kunde dir weniger als rund 5.000 Euro im ersten Jahr wert ist.
  • du deutlich weniger als 200 Kontakte mit echter Vorgeschichte hast.
  • deine Kontakte aus gekauften Listen stammen und nie mit dir zu tun hatten.
  • du gerade keine Kapazität hast, neue Kunden auch zu bedienen.

Es lohnt sich, wenn

  • bei dir Anfragen und Angebote liegen, aus denen nie etwas wurde.
  • du ehemalige Kunden hast, bei denen sich ein Anruf lohnen würde.
  • du weißt, dass da Geld liegt, aber nicht dazu kommst.
  • du innerhalb von 14 Tagen starten und vier Stunden freimachen kannst.

Auch hier gilt: Je frischer die Vorgeschichte und je klarer deine Zielgruppe, desto früher rechnet es sich. Ein gepflegter Bestand mit 300 Kontakten kann mehr bringen als 2.000 Adressen ohne Berührungspunkt.

Häufige Fragen

Kontakte reaktivieren: die häufigsten Fragen.

Wie alt dürfen die Kontakte sein?

Zwei bis drei Jahre sind unproblematisch, oft funktionieren ältere Kontakte sogar besser als frische. Der Grund ist einfach: Bei einer alten Anfrage hat sich die Situation meist verändert, und genau das ist der Anlass für das Gespräch. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern ob es einen echten Berührungspunkt gab.

Warum soll ein Externer besser durchkommen als ich selbst?

Weil zwischen dir und dem Kontakt eine gemeinsame Geschichte liegt. Bei deinem Anruf schwingt mit, dass sich lange niemand gemeldet hat, und der Kontakt müsste erklären, warum er sich nie zurückgemeldet hat. Ein Dritter ruft ohne diese Last an, darf fragen, warum es damals nicht dazu kam, und nimmt einen Vorwand nicht persönlich. Genau in der ruhigen Nachfrage auf ein erstes Nein entstehen die meisten Termine.

Mit welchem Anlass wird angerufen?

Das legen wir vorher im Workshop gemeinsam fest und du gibst es frei. Gut funktionieren: etwas Neues im Angebot, ein Ergebnis aus seiner Branche, ein Wechsel auf einer der beiden Seiten, ein Stichtag wie Jahres- oder Budgetwechsel oder ein altes Angebot, das nie entschieden wurde. Nicht funktioniert der Satz, man wolle sich nur nochmal melden, denn das ist ein Grund von dir, kein Grund für ihn.

Ist das nicht unangenehm für den Kontakt?

Nur wenn ohne Anlass angerufen wird. Mit einem sachlichen Grund wird ein Anruf im B2B fast immer als aufmerksam empfunden. Wer kein Interesse hat, sagt das, und das wird respektiert und dokumentiert. Es wird nicht nachgebohrt und keine Dringlichkeit erfunden. Es ist dein Name, der an dem Gespräch hängt.

Wie viele Kontakte brauche ich mindestens?

Als Richtwert etwa 200 Kontakte mit echter Vorgeschichte. Wichtiger als die Menge ist die Herkunft: Anfragen, Angebote, Gespräche, Veranstaltungen. Ein gepflegter Bestand von 300 Kontakten kann mehr bringen als 2.000 Adressen ohne Berührungspunkt. Wir schauen uns deine Liste vorher an und sagen dir binnen 24 Stunden, ob wir eine Zusage geben können.

Was passiert, wenn meine Liste unvollständig oder unsauber ist?

Das ist der Normalfall. Im Screening ergänzen wir fehlende Rufnummern, prüfen Ansprechpartner, führen Dubletten zusammen und entfernen Firmen, die es nicht mehr gibt. Du musst vorher nichts aufbereiten, ein Export genügt. Screening und Aufbau werden nicht gesondert berechnet.

Darf man ehemalige Kunden und alte Anfragen anrufen?

Im geschäftlichen Verkehr ist ein Anruf zulässig, wenn eine mutmaßliche Einwilligung nach § 7 UWG vorliegt. Bei einer bestehenden oder früheren Geschäftsbeziehung, einer eigenen Anfrage oder einem gemeinsamen Termin ist der sachliche Zusammenhang in der Regel gegeben. Du bleibst für die Rechtmäßigkeit deiner Daten verantwortlich, wir stellen eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO bereit. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie viele Termine kommen dabei heraus?

Vorsichtig gerechnet werden in zwei Durchläufen rund 35 von 100 Kontakten überhaupt erreicht, und aus 100 erreichten Kontakten entstehen etwa 10 bis 12 qualifizierte Termine. Bei kalten, gekauften Listen liegt derselbe Wert deutlich niedriger, weil der Anlass fehlt. Nach oben ist Luft, wenn die Vorgeschichte frisch und die Zielgruppe klar ist. Wie viele Termine wir zusagen, entscheiden wir erst, nachdem wir deine Liste gesehen haben, und wir sagen lieber zu wenig zu als zu viel.

Was passiert mit Kontakten, die jetzt nicht wollen?

Sie bleiben mit Notiz und Wiedervorlage im System. Ein Nein zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Nein für immer, und der zweite Anlauf in einigen Monaten ist deutlich einfacher als der erste, weil der Anlass dann bereits existiert. Genau dafür ist das System da, das wir für dich einrichten.

Was steckt in deinen alten Kontakten? 30 Min. 1:1