Entscheidungshilfe für Berater und B2B-Dienstleister

Vertriebsmitarbeiter einstellen: die Rechnung, bevor du ausschreibst.

Eine Vertriebsstelle ist eine der teuersten Entscheidungen in einem kleinen Unternehmen, und die Kosten stehen nicht im Gehalt. Sie stehen in den Monaten, in denen noch nichts zurückkommt, und in dem, was fehlt, damit die neue Person überhaupt liefern kann.

Was du auf dieser Seite erfährst

Was eine Vertriebsstelle im ersten Jahr wirklich kostet
Welche Rolle du überhaupt besetzen willst: SDR, Setter oder Closer
Was vorhanden sein muss, damit jemand liefern kann
Wie schnell du eine Entscheidung wieder zurücknehmen kannst

Du willst das lieber besprechen als lesen? Dann geh direkt ins 1:1 Gespräch, 30 Minuten, kostenfrei.

Erstens

Das Gehalt ist der kleinere Teil.

Wer die Kosten überschlägt, denkt an das Bruttogehalt. Teuer wird es an drei anderen Stellen, und zwei davon tauchen in keiner Personalplanung auf.

01

Neben dem Gehalt

Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Urlaub, Krankheit, Ausstattung, Telefon, CRM, Weiterbildung. In Summe rund zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent über dem Brutto.

02

Bevor er startet

Stellenanzeigen, Auswahl, Gespräche, gegebenenfalls Personalvermittlung. Dazu deine eigene Zeit, die in dieser Phase nicht im Verkauf steckt.

03

Bis er liefert

Einarbeitung, Produktverständnis, erste Gespräche, erste Pipeline. Bis zur ersten Provision vergehen im erklärungsbedürftigen B2B üblicherweise vier bis sechs Monate.

Zweitens

Rechne es mit deinen Zahlen durch.

Vier Angaben genügen. Die dritte Zahl ist die wichtigste: Sie zeigt, wofür dasselbe Geld reicht, wenn du es stattdessen in Gespräche steckst.

78.200 €Vollkosten im ersten Jahr
41.600 €Kosten bis zur vollen Leistung
195Termine für dasselbe Geld

Gerechnet mit rund 22 Prozent Arbeitgeberanteilen und Nebenkosten auf das Bruttogehalt. Überschlagsrechnung, kein Ersatz für eine Kalkulation mit deinem Steuerberater.

Willst du die Rechnung an deinem Fall durchgehen?

Wir schauen gemeinsam, was dir gerade wirklich fehlt: eine Person oder Gespräche. Und wenn es die Person ist, sagen wir dir das und du sparst dir den Umweg.

Rechnung gemeinsam durchgehen 30 Minuten 1:1, kostenfrei, ohne Angebotsdruck. Wir nennen es Sales-Sparring.
Drittens

Welche Rolle willst du eigentlich besetzen?

"Vertriebsmitarbeiter" ist kein Beruf, sondern eine Sammelbezeichnung für drei sehr unterschiedliche Aufgaben. Sie brauchen unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Gehälter und unterschiedliche Führung. Wer sie in einer Stelle bündelt, bekommt meistens die unangenehmste davon zuerst gestrichen.

01

Setter, SDR, Terminierung

Kontakte anrufen, qualifizieren, Termine setzen. Repetitiv, klar messbar, stark abhängig von Liste und Anlass. Diese Arbeit lässt sich standardisieren und deshalb auch einkaufen.

02

PreSales, Qualifizierung, Beratung

Bedarf verstehen, Machbarkeit prüfen, Erwartungen sortieren. Braucht Kenntnis deiner Leistung, aber nicht zwingend deine Person.

03

Closing, Angebot, Abschluss

Das Verkaufsgespräch selbst, die Preisverhandlung, die Verantwortung für die Zusage. Hier steckt deine Expertise, hier entscheidet sich der Umsatz, und hier ist Vertretung am teuersten.

Wenn du eine Stelle schaffst, dann für das Closing

Die Terminierung kannst du einkaufen, hoch- und runterfahren und jederzeit stoppen. Beim Closing geht das nicht: Wer bei dir verkauft, muss dein Angebot vertreten, Preise halten und Zusagen machen, für die du geradestehst. Genau deshalb ist ein festes Gehalt dort besser angelegt als in der Terminierung, wo es die schwankendste und am leichtesten austauschbare Arbeit finanziert.

Für viele kleine Unternehmen heißt das: Solange du selbst der beste Verkäufer im Haus bist, brauchst du keinen zweiten Verkäufer. Du brauchst volle Termine und irgendwann jemanden, der dir das Liefern abnimmt, damit du verkaufen kannst.

Und wenn du auch das Verkaufsgespräch abgeben willst?

Wir planen, das Closing ebenfalls anzubieten, also die Gespräche selbst zu führen und nicht nur die Termine zu setzen. Wie genau das aussieht, entwickeln wir gerade mit den ersten Unternehmen. Wenn dich das interessiert, sprich mit uns über ein Pilotprojekt. Wir sagen dir offen, was heute schon geht und was noch nicht.

Über ein Pilotprojekt sprechen 30 Minuten 1:1, kostenfrei. Unverbindlich, wir suchen gerade Unternehmen zum Mitentwickeln.
Viertens

Du stellst keinen Vertrieb ein. Du stellst eine Person ein.

Das ist der Unterschied, an dem die meisten Einstellungen scheitern. Vertrieb ist ein System aus Liste, Anlass, Ablauf und Steuerung. Wer jemanden einstellt, ohne dass es dieses System gibt, kauft sich einen Menschen, der es nebenbei aufbauen soll, während er gleichzeitig liefern muss.

Was du erwartest

Er bringt Erfahrung mit, telefoniert los und füllt die Pipeline. Nach drei Monaten laufen die ersten Abschlüsse.

Was passiert

Er sucht erst eine Liste, dann einen Aufhänger, dann ein Werkzeug, um es zu dokumentieren. Vier von fünf Wochen gehen für Aufbau drauf, und du merkst es erst, wenn nach vier Monaten kaum Termine im Kalender stehen.

Dazu kommt der Teil, über den niemand spricht

  • Führung kostet dich Zeit. Ein Vertriebler ohne Steuerung macht zuerst das, was ihm liegt, und das ist selten die Akquise.
  • Die Auswahl kann danebengehen. Wer im Gespräch überzeugt, greift deshalb nicht jeden Tag zum Hörer.
  • Die Entscheidung ist träge. Passt es nicht, brauchst du ein Kündigungsgespräch, eine Frist und danach wieder eine Suche.
  • Du bist als Erster im Zweifel. Wenn nach Monaten wenig passiert, weißt du nicht, ob es an der Person, am Markt oder am Angebot liegt.
Fünftens

Was vorhanden sein muss, damit jemand liefern kann.

Diese Liste gilt unabhängig davon, ob du jemanden einstellst oder auslagerst. Fehlt einer der Punkte, wird es teuer, und zwar in beiden Fällen.

Eine Liste, die angerufen werden kann Kontakte mit Vorgeschichte oder eine sauber definierte Zielgruppe, mit Ansprechpartner und Durchwahl.
Ein Angebot in zwei Sätzen Wenn du es selbst nicht in zwei Sätzen sagen kannst, kann es niemand am Telefon.
Ein Anlass für den Anruf Ein Grund, warum genau heute angerufen wird. Ohne ihn wird jedes Gespräch zur Rechtfertigung.
Ein Ablauf, der nachvollziehbar ist Wie oft wird nachgefasst, wann gilt ein Kontakt als erledigt, wo wird es dokumentiert.
Klare Terminkriterien Woran erkennt ihr beide, dass ein Termin etwas wert war? Ohne Kriterien wird über Gefühl diskutiert.
Zeit für Steuerung Ein wöchentlicher Blick auf Zahlen und Gespräche. Ohne Steuerung driftet jeder Vertrieb.

Genau das ist der Grund, warum wir oft der Schritt davor sind. Wir bauen diese sechs Punkte auf, testen sie am echten Markt und zeigen in Zahlen, wie deine Zielgruppe reagiert. Entscheidest du dich danach für eine eigene Person, wächst sie in etwas hinein, das bereits funktioniert.

Sechstens

Eine Entscheidung, die du wieder zurücknehmen kannst.

Das ist der Unterschied, der im Alltag am meisten wiegt und in keiner Kostenrechnung auftaucht. Eine Anstellung ist eine Entscheidung auf Jahre. Termine sind eine Entscheidung auf Wochen.

SituationMit festem MitarbeiterMit uns
Der Auftragseingang bricht ein Das Gehalt läuft weiter, unabhängig davon, ob Termine gebraucht werden. Obergrenze auf null, es entstehen keine Kosten.
Du bist ausgelastet Er telefoniert weiter und produziert Termine, die du nicht bedienen kannst. Zudrehen, und wenn wieder Luft ist, aufdrehen.
Ein Projekt endet überraschend Bis eine neue Kraft sucht, findet und eingearbeitet ist, vergehen Monate. Start innerhalb von 14 Tagen, bei bestehendem System sofort.
Es passt nicht Kündigungsgespräch, Frist, danach wieder Suche und Anlaufzeit. Der Auftrag endet, ohne Diskussion und ohne schlechtes Gefühl.
Du willst mehr Tempo Eine zweite Stelle, mit derselben Rechnung von vorn. Obergrenze hochsetzen, sofern die Liste es hergibt.

Wir nennen das intern den Wasserhahn. Für kleine Unternehmen ist Vertrieb selten ein Dauerzustand, er muss aber planbar funktionieren, sobald neue Kunden gebraucht werden. Genau diese Beweglichkeit ist mit einer festen Stelle kaum herstellbar, und sie ist der Grund, warum viele Kunden erst auslagern und später einstellen, nicht umgekehrt.

Siebtens

Wann Einstellen die bessere Entscheidung ist.

Wir verdienen daran, dass du Termine kaufst. Trotzdem ist das nicht in jedem Fall der richtige Weg, und du solltest es vorher wissen.

Stell jemanden ein, wenn

  • du jemanden brauchst, der auch berät, betreut und Bestandskunden entwickelt.
  • deine Gespräche so speziell sind, dass sie nur intern geführt werden können.
  • du Zeit und Lust hast, jemanden zu führen und zu entwickeln.
  • du dauerhaft eigenes Vertriebs-Know-how im Haus aufbauen willst.

Kauf Termine, wenn

  • dir Gespräche fehlen, nicht ein zusätzlicher Mitarbeiter.
  • du wissen willst, ob dein Markt reagiert, bevor du eine Stelle schaffst.
  • dein Bedarf schwankt, mal ausgelastet, mal Luft.
  • du deine eigene Zeit im Abschluss verbringen willst, nicht in der Terminierung.

Und die Schwelle ist keine feste Grenze. Sie verschiebt sich mit dem Wert eines Kunden und der Qualität deiner Kontakte. Bei einem Kundenwert unter rund 5.000 Euro im ersten Jahr trägt weder die Stelle noch der Terminkauf. Bei gepflegten Kontakten mit echter Vorgeschichte rechnet sich der Einkauf dagegen schon deutlich früher als eine Anstellung.

Und wenn wir es machen

So läuft es bei uns.

1

Sales-Sparring

30 Minuten. Wir klären, ob dir Gespräche fehlen oder eine Person, und was du bereits mitbringst.

2

Workshop

Bis zu vier Stunden. Zielgruppe, Anlass, Gesprächseinstieg, Terminkriterien. Dein einziger echter Zeitaufwand.

3

Aufbau

Liste, Screening, Kalender, Erinnerungen und Auswertung. Ohne dich und ohne gesonderte Berechnung.

4

Wir telefonieren

Die Termine landen mit Vorbereitungsnotiz in deinem Kalender, nur in Zeitfenstern, die du freigegeben hast.

Keine Fixkosten

Abgerechnet wird je abgehaltenem Termin. Brauchst du gerade nichts, entstehen keine Kosten, und es gibt kein Kündigungsgespräch.

Wir gehen in Vorleistung

Screening, Workshop und Systemaufbau werden nicht gesondert berechnet. Was nicht stattfindet, wird gutgeschrieben.

Du bleibst entscheidungsfähig

Wenn du später doch einstellst, übernimmt die Person ein System, das läuft, samt Liste, Anlass und Zahlen aus dem echten Markt.

Eine Person oder Gespräche: was fehlt dir wirklich?

Bring zwei Zahlen mit: wie viele Kontakte du hast und was ein Kunde bei dir im ersten Jahr wert ist. In dreißig Minuten hast du eine belastbare Grundlage für die Entscheidung.

Entscheidung gemeinsam vorbereiten 30 Minuten 1:1, kostenfrei. Wenn die Einstellung besser passt, sagen wir es dir.
Häufige Fragen

Einstellen oder auslagern: die häufigsten Fragen.

Was kostet ein Vertriebsmitarbeiter im ersten Jahr wirklich?

Rechne auf das Bruttogehalt rund zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent Arbeitgeberanteile und Nebenkosten, dazu Einmalkosten für Suche, Ausstattung und Einarbeitung. Bei einem Jahresbrutto von 60.000 Euro liegen die Vollkosten im ersten Jahr damit häufig zwischen 75.000 und 85.000 Euro. Entscheidend ist die Anlaufzeit: In den ersten vier bis sechs Monaten laufen die Kosten, während der Umsatzbeitrag noch gering ist.

Wie lange dauert es, bis ein neuer Vertriebler produktiv ist?

Im erklärungsbedürftigen B2B üblicherweise vier bis sechs Monate, bis Produktverständnis, Pipeline und erste Abschlüsse zusammenkommen. Diese Zeit verlängert sich deutlich, wenn Liste, Anlass und Ablauf noch nicht existieren, weil die neue Person dann zuerst aufbaut, statt zu verkaufen.

Ist jemand auf reiner Provisionsbasis nicht günstiger?

Auf dem Papier ja, in der Praxis selten. Gute Vertriebler mit reiner Provision suchen Angebote mit hohem Volumen und kurzer Verkaufszeit. Wer ohne Fixum anfängt, arbeitet meist parallel an mehreren Produkten und priorisiert das, was am schnellsten zahlt. Planbarkeit entsteht so nicht, und die Einarbeitung in ein erklärungsbedürftiges Angebot lohnt sich für ihn kaum.

Was muss vorhanden sein, damit ein Vertriebler liefern kann?

Sechs Dinge: eine Liste, die angerufen werden kann, ein Angebot, das sich in zwei Sätzen erklären lässt, ein Anlass für den Anruf, ein nachvollziehbarer Ablauf beim Nachfassen, klare Terminkriterien und Zeit für wöchentliche Steuerung. Fehlt einer dieser Punkte, wird es teuer, egal ob intern oder extern.

Soll ich einen Setter, SDR oder einen Closer einstellen?

Wenn du eine feste Stelle schaffst, dann eher für das Closing als für die Terminierung. Setting und SDR-Arbeit ist repetitiv, gut messbar und stark von Liste und Anlass abhängig, also standardisierbar und damit einkaufbar. Das Verkaufsgespräch dagegen verlangt, dass jemand dein Angebot vertritt, Preise hält und Zusagen macht, für die du geradestehst. Solange du selbst der beste Verkäufer im Haus bist, brauchst du meist keinen zweiten Verkäufer, sondern volle Termine.

Wie schnell kann ich wieder aufhören?

Du legst eine Obergrenze fest, wie viele Termine höchstens gebucht werden, und kannst sie jederzeit auf null setzen. Es gibt keine Monatspauschale für die Terminierung, keine Kündigungsfrist für Personal und kein Kündigungsgespräch. Bereits gebuchte Termine bleiben bestehen, alles andere endet. Bei einem festen Mitarbeiter läuft in derselben Situation das Gehalt weiter.

Was passiert, wenn ich später doch jemanden einstelle?

Dann übernimmt diese Person ein System, das bereits läuft: aufbereitete Liste, erprobter Gesprächseinstieg, Terminkriterien und Auswertung. Ihre Anlaufzeit verkürzt sich dadurch spürbar, und du weißt vorher aus echten Zahlen, wie dein Markt reagiert. Viele Kunden nutzen uns bewusst als Test vor der Einstellung.

Was kostet ein Termin bei euch?

Abgerechnet wird je abgehaltenem, qualifiziertem Termin. Der Preis hängt davon ab, wie aufwendig Liste und Zielgruppe zu bearbeiten sind, und steht vor dem Start fest im Auftrag. Es gibt keine Monatspauschale für die Terminierung. Nicht abgehaltene oder unpassende Termine werden gutgeschrieben.

Ab welchem Kundenwert lohnt sich das?

Als Richtwert ab etwa 5.000 Euro Kundenwert im ersten Jahr. Darunter trägt weder eine eigene Stelle noch der Einkauf von Terminen. Die Grenze verschiebt sich mit der Qualität deiner Kontakte: Bei einer gepflegten Liste mit echter Vorgeschichte rechnet sich der Einkauf früher als bei einer kalten Zielgruppe.

Übernehmt ihr auch das Verkaufsgespräch selbst?

Heute setzen wir Termine und qualifizieren vor, das Verkaufsgespräch führst du. Wir planen aber, das Closing ebenfalls anzubieten, und entwickeln das Modell gerade mit den ersten Unternehmen. Wenn dich ein Pilotprojekt interessiert, sprich uns darauf an. Wir sagen dir offen, was heute schon möglich ist und was noch nicht.

Ersetzt ihr einen Vertriebsleiter?

Nein. Wir übernehmen Terminvereinbarung und Vorqualifizierung, nicht die Führung eines Teams oder die Vertriebsstrategie deines Unternehmens. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, sagen wir dir das im Sparring und empfehlen den passenden Weg.

Person oder Gespräche: was fehlt dir? 30 Min. 1:1