Für Berater und B2B-Dienstleister

Leads kaufen? Du kaufst Adressen. Nachfrage gibt es nicht dazu.

Leads kaufen klingt nach einer Abkürzung: Geld rein, Gespräche raus. In der Praxis entscheidet nicht der Preis je Datensatz darüber, ob es aufgeht, sondern das, was du nach dem Kauf noch selbst tun musst. Diese Seite zeigt dir, was hinter den Angeboten steckt, was sie realistisch kosten und wie du vorher ausrechnest, ob sich das für dich lohnt.

Was du auf dieser Seite erfährst

Was hinter dem Wort „Lead“ steckt, wenn du dafür zahlst
Sechs Sorten gekaufter Leads und was sie kosten
Warum „exklusiv“ nicht heißt, was du denkst
Der Teil, der nicht auf der Rechnung steht
Sechs Fragen, die jeder Anbieter beantworten muss
Was ein Kontakt bei dir kosten darf
Warum die günstigste Quelle meist schon bei dir liegt

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Erstens

„Lead“ ist kein geschützter Begriff.

Zwei Anbieter können dasselbe Wort benutzen und völlig Verschiedenes liefern. Der eine verkauft dir eine Telefonnummer, der andere einen Menschen, der auf deinen Anruf wartet. Zwischen beidem liegen drei Stufen und im Preis der Faktor hundert. Bevor du Angebote vergleichst, musst du wissen, auf welcher Stufe du einkaufst.

01

Die Adresse

Firma, Telefonnummer, vielleicht ein Name. Kein Anlass, kein Interesse, keine Vorgeschichte. Der Grund für den Anruf muss von dir kommen. Alles, was danach passiert, ist Kaltakquise, egal wie das Angebot heißt.

02

Der Kontakt mit Anlass

Jemand hat etwas getan: ein Whitepaper geladen, an einem Webinar teilgenommen, ein Formular ausgefüllt. Es gibt einen Aufhänger. Ob dieser Aufhänger zu deinem Angebot passt, ist damit noch nicht gesagt.

03

Der qualifizierte Lead

Bedarf, Zuständigkeit und ein grober Zeitrahmen sind geklärt, weil jemand nachgefragt hat. Das kostet den Anbieter Arbeitszeit und dich entsprechend mehr. Hier lohnt die Frage, wer qualifiziert hat und nach welchen Kriterien.

04

Der Termin

Ein Gespräch im Kalender, mit einer Person, die entscheiden kann und aktiv zugesagt hat. Hier kaufst du keine Daten mehr, sondern Arbeitszeit und ein Ergebnis.

Je weiter unten du einkaufst, desto weniger musst du selbst tun. Und desto genauer musst du hinsehen, ob die Zusage hält, was das Wort verspricht. Auf Stufe eins kannst du wenig falsch machen außer der Menge. Auf Stufe vier entscheidet die Definition im Vertrag über alles.

Zweitens

Sechs Angebote, sechs völlig verschiedene Geschäfte.

Unter „Leads kaufen“ laufen im Markt mindestens sechs Modelle. Sie unterscheiden sich nicht graduell, sondern grundsätzlich: darin, was du bekommst, was danach noch zu tun ist und wo das Risiko liegt.

Was angeboten wird Marktübliche Spanne Was du danach noch tun musst Der Haken
Firmenadressen aus einer Datenbank ca. 0,20 bis 2 € je Datensatz Zielgruppe schärfen, Anlass entwickeln, anrufen, nachfassen, dokumentieren Ohne jemanden, der telefoniert, passiert damit nichts. Der Preis ist nie das Problem, die Umsetzung ist es.
Adress-Abo oder Recherche-Tool ca. 50 bis 500 € im Monat Dasselbe wie oben, dauerhaft Die Gebühr läuft weiter, auch wenn in dem Monat niemand angerufen hat. Prüfe vor Abschluss, wer die Anrufe macht.
Portal- oder Marktplatz-Leads, mehrfach verkauft ca. 5 bis 50 € je Lead Innerhalb von Minuten anrufen, sonst ist es zu spät Derselbe Kontakt geht üblicherweise an zwei bis sieben Anbieter. Wer zuerst anruft, führt das Gespräch. Wer eine Stunde braucht, hat bezahlt und nichts.
Exklusive, vorqualifizierte Leads ca. 50 bis 500 € je Lead Anrufen, Termin vereinbaren, verkaufen Exklusiv heißt nur: dieser Anbieter verkauft den Kontakt kein zweites Mal. Ob sich derselbe Mensch parallel bei drei Vergleichsportalen eingetragen hat, sagt das Wort nicht.
Eigens für dich generierte Leads Mediabudget plus Honorar, je nach Kanal Anrufen, und zwar schnell Die einzige Variante, bei der du weißt, wo der Kontakt herkommt. Dauert länger und kostet mehr, bis die Kampagne trägt.
Fertige Termine (Setting) mittlerer bis hoher dreistelliger Bereich je Termin Das Verkaufsgespräch führen Steht die Definition eines gültigen Termins nicht im Vertrag, kaufst du Kalendereinträge statt Verkaufschancen.

Die Spannen stammen aus öffentlich zugänglichen Anbieterangaben und Marktübersichten und sind grobe Orientierung, kein Angebot. Innerhalb jeder Zeile entscheidet die Zielgruppe über den Preis: Geschäftsführer im gehobenen Mittelstand kosten ein Vielfaches von Kontakten aus einem Branchenverzeichnis.

Das meistmissverstandene Wort im Leadgeschäft

„Exklusiv“ heißt nicht, dass du der Einzige bist.

Exklusivität ist eine Aussage über den Verkäufer, nicht über den Kontakt. Sie bedeutet: dieser Anbieter verkauft diesen Datensatz kein zweites Mal. Sie bedeutet nicht, dass der Mensch am anderen Ende nur mit dir spricht.

Wer sich für ein Thema interessiert, trägt sich selten nur einmal ein. Er füllt das Formular auf dem Vergleichsportal aus, danach eines bei einem Anbieter, den er über eine Anzeige gefunden hat, und lädt bei Gelegenheit noch einen Ratgeber herunter. Jede dieser Handlungen erzeugt an anderer Stelle einen Lead, und jeder davon kann exklusiv verkauft werden. Am Ende rufen fünf Anbieter an, und jeder von ihnen hat einen exklusiven Lead gekauft.

Wenn du wirklich erstklassige Leads willst, führt der Weg über eigens generierte Leads. Also über eine Kampagne, die für dich und nur für dich läuft, mit deinem Namen, deinem Angebot und deiner Landingpage. Dann weißt du, woher der Kontakt kommt, was er gesehen hat und warum er sich gemeldet hat. Das dauert länger, bis es trägt, und kostet in den ersten Wochen mehr. Es ist die einzige Variante, bei der du die Herkunft kennst.

Und dann gehört das in den Vertrag, nicht ins Verkaufsgespräch: dass die Kampagne ausschließlich für dich läuft, dass die entstehenden Kontakte nicht an Dritte weitergegeben oder in einen Pool eingespeist werden und dass die Daten dir gehören. Ohne diese drei Sätze ist „eigens für dich generiert“ genauso ein Wort wie „exklusiv“.

Nicht sicher, auf welcher Stufe du einkaufen solltest?

Wir gehen dreißig Minuten lang durch, welche Kontakte du schon hast, was fehlt und ob ein Zukauf bei dir überhaupt Sinn ergibt. Wenn die Antwort nein lautet, sagen wir das auch.

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Drittens

Gekauft ist nicht angerufen.

Eine Liste ist kein Vertrieb. Zwischen dem Kauf und dem ersten Termin liegen sechs Dinge, die auf keiner Rechnung stehen. Wer sie nicht einplant, hat am Ende eine bezahlte Datei und keinen einzigen zusätzlichen Termin im Kalender.

Der Anlass

Warum rufst du an? „Ich habe Ihre Nummer gekauft“ ist kein Grund. Ohne einen Aufhänger, der zur Firma passt, ist das Gespräch nach zwei Sätzen vorbei.

Der Gesprächseinstieg

Die ersten fünfzehn Sekunden entscheiden. Sie müssen geschrieben, geübt und nach den ersten fünfzig Anrufen überarbeitet werden.

Die Anrufzeit

Bei kalten Adressen brauchst du viele Versuche für wenige Gespräche. Das ist keine Nebentätigkeit zwischen zwei Kundenterminen.

Der Nachfassrhythmus

Die meisten Termine entstehen nicht beim ersten Versuch. Wer nach zwei Anläufen aufhört, verschenkt den größeren Teil der Liste.

Das System

Ohne saubere Dokumentation rufst du Kontakte doppelt an, vergisst Zusagen und weißt am Ende nicht, was funktioniert hat.

Die Rechtslage

Bei Geschäftskunden gelten die Voraussetzungen des § 7 UWG. Verantwortlich ist, wer die Daten einsetzt, nicht, wer sie verkauft hat.

Rechne diese sechs Punkte einmal in Stunden um und lege deinen eigenen Stundensatz daneben. In den meisten Fällen ist die gekaufte Liste der günstigste Teil des ganzen Vorhabens.

Viertens

Sechs Fragen, bevor du bezahlst.

Seriöse Anbieter beantworten diese Fragen ohne Zögern, weil sie damit rechnen. Wer bei dreien ausweicht, verkauft dir mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas anderes, als du zu kaufen glaubst.

Woher stammen die Daten und wann wurden sie zuletzt geprüft? Firmendaten veralten schnell. Ansprechpartner wechseln, Firmen ziehen um, Nummern werden abgeschaltet. Ein Datensatz von 2021 ist kein Schnäppchen. Gute Antwort: eine konkrete Quelle und ein Prüfdatum.
Wo genau wurde dieser Kontakt generiert? Auf Marktplätzen geht derselbe Lead üblicherweise an zwei bis sieben Anbieter. Und selbst ein exklusiv verkaufter Lead kann sich parallel auf drei anderen Portalen eingetragen haben. Die Exklusivität sagt nur etwas über den Verkäufer aus. Gute Antwort: Kanal, Landingpage und Datum werden konkret benannt.
Auf welcher Grundlage darf ich diese Menschen kontaktieren? Für Werbeanrufe bei Geschäftskunden gilt § 7 UWG. Ein Formular auf einer fremden Website ist keine Einwilligung für deinen Anruf. Gute Antwort: Nachweis mit Zeitstempel, oder ehrlich: das ist Kaltakquise.
Was passiert bei falschen Daten? In jeder Liste ist ein Teil unbrauchbar. Die Frage ist nur, wer diesen Anteil bezahlt. Gute Antwort: eine Ersatz- oder Gutschriftregel, die im Vertrag steht.
Auf welcher Ebene sitzt der Ansprechpartner? Eine Zentrale trifft keine Entscheidung. Bei kleinen Firmen erreichst du die Geschäftsführung direkt, bei größeren brauchst du die Funktion, nicht nur die Firma. Gute Antwort: Funktion und Ebene sind selektierbar.
Wie schnell muss ich reagieren? Bei mehrfach verkauften Leads zählen Minuten, nicht Tage. Wenn du nicht innerhalb einer Stunde anrufen kannst, kauf sie gar nicht erst. Gute Antwort: der Anbieter nennt dir diese Erwartung von selbst.

Die wichtigste Frage stellt dir kein Anbieter. Die stellst du dir selbst: Wer ruft diese Kontakte an, und an welchem Tag? Wenn darauf keine Antwort mit einem Namen und einem Datum kommt, ist der Zukauf noch nicht dran.

Fünftens

Was darf ein Kontakt bei dir kosten?

Der Preis eines Leads sagt für sich genommen nichts. Erst im Verhältnis zu deinem Kundenwert und zur Herkunft des Kontakts wird daraus eine Entscheidung. Trag deine Zahlen ein.

1.500 €Wert eines Termins
15 €Wert eines Kontakts aus dieser Quelle
5 €Obergrenze je Kontakt
400Kontakte bis zum Auftrag

Gerechnet mit Erfahrungswerten aus dem B2B-Setting: aus rund hundert gekauften Kaltadressen entsteht etwa ein Termin, aus etwa acht vorqualifizierten Portal-Leads einer, aus rund sechsundzwanzig eigenen Bestandskontakten mit Vorgeschichte einer und aus etwa vier eigenen Anfragen einer. Deine Zahlen können deutlich abweichen, je nachdem wie eng die Zielgruppe geschnitten ist und wie hochwertig die Liste tatsächlich ist. Die Drittel-Grenze ist eine kaufmännische Faustregel, keine Norm.

Ein Detail lohnt den zweiten Blick: Der Kontakt aus deinem Bestand braucht mehr Anläufe als ein vorqualifizierter Portal-Lead. In der Beschaffung kostet er dich trotzdem nichts. Deshalb rechnet er sich fast immer zuerst.

Sechstens

Die Liste, für die du längst bezahlt hast.

Angebote ohne Antwort. Gespräche, die im Sommer geführt und nie zu Ende gebracht wurden. Anfragen von vor zwei Jahren. Messekontakte, Webinarteilnehmer, alte Kunden. Das sind keine kalten Adressen. Das sind Menschen, die dich kennen und die irgendwann einen Grund hatten, mit dir zu sprechen.

Der Unterschied zeigt sich in der Terminquote. Aus kalten, gekauften Adressen entsteht im B2B grob aus hundert Kontakten ein Termin. Aus Kontakten mit Vorgeschichte entstehen aus hundert erreichten Kontakten zehn bis zwölf. Das ist kein Feinschliff an der Quote, das ist eine andere Größenordnung.

Bevor du also Geld für neue Namen ausgibst, lohnt eine unbequeme Frage: Wie viele Kontakte mit Vorgeschichte liegen bei dir, und wann wurde der letzte davon zuletzt angerufen?

Wie das konkret abläuft, steht auf der Seite Alte Kontakte reaktivieren.

Was steckt eigentlich in deiner Liste?

Schick uns keine Datei. Wir gehen im Gespräch durch, welche Kontakte du hast, welche davon einen Anlass mitbringen und wie viele Termine daraus realistisch entstehen. Danach weißt du, ob du überhaupt zukaufen musst.

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Siebtens

Wann sich der Zukauf trotzdem lohnt.

Adressen zu kaufen ist nicht falsch. Es ist nur selten der erste Schritt. Diese beiden Listen sind der ehrlichste Teil dieser Seite.

Es lohnt sich nicht, wenn:

  • dein Bestand noch nicht durchgearbeitet ist und dort Kontakte mit Vorgeschichte liegen
  • niemand feststeht, der die Kontakte in den nächsten zwei Wochen tatsächlich anruft
  • ein Kunde bei dir im ersten Jahr weniger als 5.000 Euro umsetzt und du kalt einkaufst
  • du den Anlass für den Anruf noch nicht in einem Satz formulieren kannst
  • du mehrfach verkaufte Leads kaufst, aber nicht innerhalb einer Stunde reagieren kannst

Es lohnt sich, wenn:

  • du eine neue Zielgruppe testen willst und dafür ein klar geschnittenes Segment brauchst
  • dein Bestand ausgeschöpft ist, die Termine aber weiterlaufen sollen
  • die Zielgruppe eng definierbar ist, etwa nach Branche, Größe und Region
  • du mit einem kleinen Testvolumen anfängst und erst nach dem Ergebnis nachbestellst
  • jemand feststeht, der die Anrufe macht, intern oder extern
Und wir?

Wir verkaufen keine Adressen.

Wir sind Setter. Wir telefonieren im Auftrag von Beratern und kleinen B2B-Dienstleistern und vereinbaren Termine, die du selbst führst. Am liebsten arbeiten wir mit deinen bestehenden Kontakten, weil dort die Quote am höchsten ist. Wenn die nicht reichen, stellen wir gemeinsam eine Zielkundenliste zusammen und recherchieren die fehlenden Daten.

Diese Liste gehört dann dir und wird nicht parallel an fünf andere verkauft. Abgerechnet wird nach gebuchten Terminen, nicht nach Datensätzen. Das ist der Unterschied, der uns zwingt, auf Qualität zu achten statt auf Menge.

1

Workshop

Zielgruppe, Anlass, Angebot und die Definition eines gültigen Termins.

2

Liste

Erst dein Bestand. Wo Lücken sind, recherchieren wir gezielt nach.

3

Telefonie

Wir rufen an, fassen nach und dokumentieren jeden Kontakt im System.

4

Übergabe

Der Termin landet mit Notiz in deinem Kalender. Du führst das Gespräch.

Häufige Fragen

Leads kaufen: die häufigsten Fragen.

Was kostet ein B2B-Lead?

Das hängt davon ab, was unter dem Wort verkauft wird. Reine Firmenadressen liegen marktüblich bei etwa 0,20 bis 2 Euro je Datensatz, mehrfach verkaufte Leads aus Portalen bei rund 5 bis 50 Euro, exklusive und vorqualifizierte Leads bei etwa 50 bis 500 Euro. Fertige Termine mit Entscheidern bewegen sich im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich. Sinnvoller als der Preisvergleich ist die Rückrechnung über deinen Kundenwert: Kundenwert mal Abschlussquote ergibt den Wert eines Termins, geteilt durch die Anzahl der Kontakte je Termin den Wert eines Kontakts.

Was ist der Unterschied zwischen einer Adresse und einem Lead?

Eine Adresse ist ein Datensatz: Firma, Nummer, vielleicht ein Name. Ein Lead ist ein Kontakt mit Anlass, also jemand, der etwas getan hat, das den Anruf begründet. Der Begriff Lead ist nicht geschützt, deshalb verkaufen manche Anbieter Adressen unter diesem Namen. Frag im Zweifel danach, welche Handlung diesen Kontakt zu einem Lead macht.

Was sind mehrfach verkaufte Leads?

Auf Lead-Marktplätzen wird derselbe Kontakt üblicherweise an zwei bis sieben Anbieter gleichzeitig verkauft. Das ist nicht unseriös, solange es offen kommuniziert wird, verändert aber die Ausgangslage: Der Interessent bekommt mehrere Anrufe, und wer zuerst durchkommt, führt das Gespräch. Wenn du nicht innerhalb weniger Minuten reagieren kannst, ist der eigene Bestand die bessere Wahl.

Was bedeutet ein exklusiver Lead wirklich?

Exklusivität ist eine Aussage über den Verkäufer, nicht über den Kontakt. Sie bedeutet, dass dieser Anbieter den Datensatz kein zweites Mal verkauft. Sie bedeutet nicht, dass der Interessent nur mit dir spricht. Wer sich für ein Thema interessiert, trägt sich häufig auf mehreren Portalen und bei mehreren Anbietern ein. Jede dieser Eintragungen erzeugt an anderer Stelle einen Lead, und jeder davon kann als exklusiv verkauft werden. Am Ende rufen fünf Anbieter an, und jeder hat einen exklusiven Lead gekauft.

Was sind eigens generierte Leads und warum sind sie besser?

Eigens generierte Leads entstehen aus einer Kampagne, die ausschließlich für dich läuft: dein Angebot, deine Landingpage, dein Name. Du weißt damit, über welchen Kanal der Kontakt gekommen ist, was er vorher gesehen hat und warum er sich gemeldet hat. Das dauert länger, bis es trägt, und kostet in den ersten Wochen mehr als ein Zukauf. Es ist aber die einzige Variante, bei der die Herkunft bekannt ist. Wichtig ist, das vertraglich festzuhalten: dass die Kampagne nur für dich läuft, dass die Kontakte nicht an Dritte oder in einen Pool gehen und dass die Daten dir gehören.

Darf ich gekaufte Adressen im B2B einfach anrufen?

Bei Geschäftskunden ist die telefonische Ansprache unter den Voraussetzungen des § 7 UWG zulässig, insbesondere wenn ein sachlicher Zusammenhang zwischen deinem Angebot und dem Geschäft des Angerufenen besteht. Verantwortlich für die Rechtmäßigkeit bleibt derjenige, der die Daten einsetzt, nicht der Verkäufer der Liste. Lass dir die Herkunft dokumentieren und kläre die Grundlage vorab. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie viele gekaufte Adressen brauche ich für einen Termin?

Als grobe Orientierung entsteht im B2B aus etwa hundert kalten, gekauften Adressen ein Termin. Bei Kontakten mit Vorgeschichte liegt die Quote deutlich höher: dort entstehen aus rund hundert erreichten Kontakten zehn bis zwölf Termine. Beide Werte verschieben sich stark mit der Qualität der Selektion, mit dem Anlass und mit der Anzahl der Nachfassversuche.

Lohnt sich der Kauf von Adressen für kleine Unternehmen?

Nur unter zwei Bedingungen. Erstens muss der Kundenwert hoch genug sein, damit sich die vielen Anläufe rechnen: Bei einem Jahresumsatz je Kunde von deutlich unter 5.000 Euro wird es bei kalten Adressen schnell knapp. Zweitens muss jemand feststehen, der die Kontakte tatsächlich anruft. Ohne diese zweite Bedingung ist der Kauf verlorenes Geld, unabhängig vom Preis.

Woran erkenne ich einen unseriösen Leadanbieter?

An ausweichenden Antworten auf sechs Fragen: Herkunft und Prüfdatum der Daten, Exklusivität, Rechtsgrundlage für die Kontaktaufnahme, Regelung bei falschen Daten, Ebene des Ansprechpartners und erwartete Reaktionszeit. Wer bei mehreren dieser Punkte im Vagen bleibt oder mit garantierten Abschlussquoten wirbt, verkauft etwas anderes, als du zu kaufen glaubst.

Was ist besser: Leads kaufen oder Termine kaufen?

Das hängt davon ab, wo dein Engpass liegt. Wenn du Zeit und jemanden hast, der telefoniert, sind Adressen die günstigere Variante. Wenn dein Engpass die Zeit am Telefon ist, kaufst du mit einem Termin die Arbeit gleich mit ein und zahlst erst für ein Ergebnis. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass vertraglich definiert ist, was als gültiger Termin zählt.

Verkauft ihr selbst Leads oder Adressen?

Nein. Wir sind Setter und telefonieren im Auftrag. Abgerechnet wird nach gebuchten Terminen, nicht nach Datensätzen. Am liebsten arbeiten wir mit deinen bestehenden Kontakten. Reichen die nicht aus, stellen wir gemeinsam mit dir eine Zielkundenliste zusammen und recherchieren die fehlenden Daten. Diese Liste gehört dir und wird nicht an andere weitergegeben.

Was passiert, wenn Daten in einer gekauften Liste falsch sind?

Das hängt allein davon ab, was im Vertrag steht. Seriöse Anbieter nennen eine Fehlerquote und regeln Ersatz oder Gutschrift für nicht zustellbare oder nachweislich falsche Datensätze. Fehlt eine solche Regelung, trägst du den unbrauchbaren Anteil vollständig selbst. Frag danach, bevor du bestellst, nicht danach.

Lohnt sich ein Zukauf bei dir? 30 Min. 1:1